Kalter Marsch 2026 – Marbach erneut erfolgreich

Bruchsal. Am 28. Februar und 01. März 2026 wurde der internationale militärische Vielseitigkeitswettkampf „Kalter Marsch“ erneut auf dem Eichelberg in Bruchsal durchgeführt. Insgesamt 25 Mannschaften mit aktiven Soldatinnen und Soldaten sowie Reservistinnen und Reservisten aus Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz stellten sich dem anspruchsvollen Wettbewerb. Der diesjährige Schwerpunkt lag auf dem Thema Heimatschutz.

Veranstalter war die Reservistenkameradschaft Ubstadt im Auftrag des Streitkräfteamt. Die Gesamtleitung lag in den Händen von Oberstleutnant d.R. Andreas Bensching, der gemeinsam mit seinem Organisationsteam für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgte.

An insgesamt 20 Stationen bewiesen die vierköpfigen Teams ihre militärische Vielseitigkeit. Gefordert waren unter anderem Schießleistungen mit verschiedenen Handwaffen wie Sturmgewehr und Pistole, das Überwinden einer militärischen Hindernisbahn, sanitätsdienstliche Erstmaßnahmen unter einsatznahen Bedingungen, Beobachtungs- und Meldeaufträge sowie taktisches Verhalten im Rahmen von Heimatschutzszenarien. Neben individueller Leistungsfähigkeit kam es insbesondere auf Teamarbeit, Führungsfähigkeit und Belastbarkeit an.

Die Nachtphase bildete erneut einen zentralen Bestandteil des Wettkampfs. Beim Orientierungslauf mit Gefechtsgepäck hatten die Mannschaften drei Stunden Zeit, möglichst viele festgelegte Wertungspunkte im Gelände anzulaufen. Neben körperlicher Ausdauer waren präzise Navigation, taktisches Geschick sowie ein effektives Zeitmanagement ausschlaggebend für den Erfolg. Diese Übung verdeutlichte in besonderer Weise die Anforderungen an Durchhaltefähigkeit und Koordination unter erschwerten Bedingungen.

Unterstützt wurde die Durchführung durch das ABC-Abwehrregiment 750. Darüber hinaus engagierten sich zahlreiche zivile Hilfsorganisationen, darunter der Deutsches Rotes Kreuz Ortsverein Kieselbronn, die Freiwillige Feuerwehr Kraichtal sowie der Technisches Hilfswerk Ortsverband Waghäusel. Die enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr, Reserve und zivilen Einsatzkräften unterstreicht die Bedeutung eines vernetzten Ansatzes im Heimatschutz.

Die Gesamtwertung des „Kalten Marsches“ 2026 ergab folgende Platzierungen:

Platz 1 Reservistenkameradschaft Marbach II
Platz 2 Reservistenkameradschaft Unlingen
Platz 3 Jagdrotte 4

Einen Sonderpreis für Kameradschaftliches Verhalten gab es für den Wettkampfkader Rheinland-Pfalz, der einer anderen Gruppe nachts geholfen hatte, einen Verletzten ins Ziel zu bringen und dadurch einen Platz in der Gesamtwertung eingebüßt hatte. Der Sonderpreis Schießen ging an die RK Unlingen und der Sonderpreis für das Überwinden von Hindernissen ging an die RK Nordhardt.

Der „Kalte Marsch“ 2026 hat erneut eindrucksvoll gezeigt, dass die Reserve gemeinsam mit der aktiven Truppe einen unverzichtbaren Beitrag zur Landes- und Bündnisverteidigung leistet. Der Wettbewerb in Bruchsal steht beispielhaft für Professionalität, Kameradschaft und die konsequente Vorbereitung auf anspruchsvolle Aufgaben im Rahmen des Heimatschutzes.

Bildergalerie des Wettkampfes folgt in Kürze!